Forschungswerkstatt Performing Community

Quelle: Verband für die Commonisierung von Kulturorten

Forschungswerkstatt Performing Community

Wie können theaterpädagogische Projekte als soziale Experimente des Commoning wirken – und welche Strukturen fördern oder behindern dieses gemeinsame Gestalten? Bei der Forschungswerkstatt „Performing Community – Theaterpädagogik als Praxis des Gemeinschaffens“ an der Universität der Künste Berlin gibt es praktische Impulse für eine solidarische Kulturpraxis.

DIe Forschungswerkstatt möchte bestehende theaterpädagogische Strukturen kritisch reflektieren, Commoning als mögliche Transformationspraxis kennenzulernen, Methoden, Haltungen und Organisationsformen für nicht-hierarchische, partizipative Zusammenarbeit zu diskutieren sowie Impulse für nachhaltige, gemeinschaftsorientierte Projekte in Studium und Berufsfeld zu setzen.

 

Ergebnis

Ein zentrales Ergebnis der Forschungswerkstatt ist die Konzeption eines interdisziplinären Lehr- und Forschungsprojekts im Rahmen von INTER mit dem Titel Mapping Commons. Die inhaltlichen und methodischen Impulse der Forschungswerkstatt bildeten die Grundlage für die Entwicklung dieses Projekts, das aktuell beantragt wurde. Mapping Commons überträgt die in der Forschungswerkstatt diskutierten Fragen zu Commoning, Teilhabe und gemeinschaftlicher Wissensproduktion in ein dauerhaftes Lehrformat. Es verbindet künstlerische Praxis, theoretische Reflexion und außeruniversitäre Feldforschung und versteht Lernen explizit als kollektiven, situierten und dialogischen Prozess. Darüber hinaus ergaben sich folgende konkrete Ergebnisse:

  • Vernetzung zwischen einer Kiezarbeiterin und einer Theaterpädagogin, aus der eine Zusammenarbeit zu Commons-Projekten im Bezirk Steglitz hervorgegangen ist.
  • Gründung einer selbstorganisierten Gruppe, die sich regelmäßig tritt, um die praktische Umsetzung von Cultural Commons weiterzuentwickeln.
  • Integration der Erkenntnisse der Forschungswerkstatt in die Masterarbeit von Pauline Warneboldt, die untersucht, wie theaterpädagogische Diskurse zu partizipativen Methoden mit Konzepten von Commoning Art verknüpft werden können und welche neuen Perspektiven sich daraus für eine gemeinwohlorientierte künstlerische Praxis ergeben.
  • Ein weiteres wichtiges Ergebnis betritft den Empowerment-Effekt der Forschungswerkstatt: Vera Hofmann beschrieb, dass sie sich durch ihren eigenen interaktiven Vortrag sowie durch die kollektive Arbeitsweise der Veranstaltung bestärkt fühlte, ähnliche Workshop-Formate künftig auch in anderen institutionellen und außerinstitutionellen Kontexten anzubieten.