Touché

Quelle: Touché Projektgruppe

„Nein heißt Nein“. „Ja heißt Ja“. Swipe. Match. Ghosting. Mixed Signals.
Ein Chat, ein Date, ein Blick, ein Vielleicht. Und irgendwo dazwischen die Frage,
die plötzlich gar nicht mehr so einfach ist: Wie wird Consent eigentlich
kommuniziert?


Sexuelle Einvernehmlichkeit bewegt sich im Spannungsfeld unterschiedlicher
Kommunikationsformen, die von Uneindeutigkeit, Projektionen und impliziten
Erwartungen geprägt sind: beim Swipen, im Chat, im Wechsel zwischen Flirt,
Distanz und körperlicher Annäherung.


Das Kommunikationsprojekt begreift Consent jenseits seiner Funktion als
moralisches oder juristisches Prinzip primär als kommunikative Praxis, die von
sexuellen Skripten, Machtdynamiken und internalisierten sozialen Normen geprägt
ist. Statt einer einmaligen Abfrage wird Einvernehmlichkeit zu einem erlernbaren,
aktiven Aushandlungsprozess, der Zustimmung nicht voraussetzt, sondern
verhandelt. Unser Prozess führt dabei über die Theorie hinaus, hin zu den
Perspektiven und Erfahrungen junger Dating-App-Nutzer:innen.


Projektgruppe: Svenja Glintschert, Leevi Lamade, Candra Lorber, Nina Rabe,
Margot Heyer