Geschichte und Theorie der visuellen Kultur

Profil

Visuelle Kultur – das meint zweierlei: zum einen, dass gegenwärtige Kulturen visuell seien, das heißt, in hohem Maße am Sehsinn, an Sichtbarkeit und an Bildern ausgerichtet. Zum anderen ist gemeint, dass das Visuelle immer kulturell ist (und nicht z.B. natürlich). Beides versteht sich nicht von selbst: In welcher Weise sind Wahrnehmungen selbst historisch, sozial und politisch? Was bedeutet es zu sagen, unsere Alltags- und Medienkultur sei visuell? Ist sie es? Was bleibt unsichtbar, wird nicht wahrnehmbar, kann nicht gesehen werden? Wie kommen Ohren, Münder und Hände, die hören, sprechen und berühren, ins Spiel? Wie passiert es, dass etwas unmissverständlich vor Augen zu stehen scheint? Kann Wahrnehmung kritisch sein? Wie verhält sich Kunst im und zum Feld des Sichtbaren?

Das sind Fragen, die wir uns in Lehre und Forschung stellen. Sie sind nicht zuletzt für eine gestalterische und künstlerische Praxis wichtig, weil sie den Radius der Wahrnehmung und des Handelns erweitern können. Weil Fragen nach Wahrnehmung von Fragen nach Macht nicht ablösbar sind, bilden Gender/Queer Studies und Postkoloniale Theorie eine feste Größe in Lehre und Forschung.

Personen

Prof. Dr. Kathrin Peters
Katrin Köppert (ab 1.12.17)
Tutorin: Larissa D. Bellina

Ehemalige: Dr. Maja Figge, Annika Haas, Alice Dalgalarrondo

Lehrveranstaltungen

Wir gehören dem Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung an.
Unser Lehrangebot richtet sich vor allem an Studierende der Visuellen Kommunikation.

Aktuelle Lehrveranstaltungen des Fachgebiets Visuelle Kultur (Peters).

Das Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung (IGTG) bietet einen Überblick aller fakultätsübergreifenden Lehrveranstaltungen im Bereich Geschichte und Theorie.

Forschung (Drittmittel)

Wir sind am Graduiertenkolleg "Das Wissen der Künste" beteiligt, das seit 2012 an der UdK Berlin angesiedelt ist und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Hier forschen 12 Doktorand_innen und zwei PostDocs im Rahmen eines koordinierten, interdisziplinären Programms. Acht Kolleg_innen von der UdK Berlin und anderen Berliner Universitäten leiten das Kolleg. Kathrin Peters ist Co-Sprecherin, Maja Figge Postdoktorandin, Annika Haas Doktorandin im Kolleg. Wir konzipieren öffentliche Veranstaltungen und sind dort u.a. in der AG Postkoloniale Ästhetik aktiv. Das Kolleg gibt Bücher heraus und das Online-Journal wissenderkuenste.de.

Seit 2009 konzipieren und realisieren wir die Zeitschrift für Medienwissenschaft, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und von der Gesellschaft für Medienwissenschaft herausgegeben wird wird. Sie erscheint halbjährlich im Verlag Transcript und verfolgt eine kulturwissenschaftlich orientierte Medienwissenschaft. Kathrin Peters hat die Redaktionsleitung inne, Annika Haas und Michaela Richter sind Redaktionsassistentinnen.

Kontakt

Medienhaus
Raum Z3
Grunewaldstr. 2–5
10823 Berlin
Tel.: 030 3185 126

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