Forschungsstelle Exil und Nachkriegskultur
Die Forschungsstelle Exil und Nachkriegskultur an der Universität der Künste Berlin dient seit 2009 als Ort der Vernetzung, Quellenerschließung und Reflexion der Forschung zum NS-bedingten Musik-Exil und zu dessen Bedeutung für die Musikkultur der Nachkriegszeit. Musik spielte im kulturellen Verständigungsprozess der Nachkriegszeit eine besondere Rolle, galt sie doch als Inbegriff jener „guten” Kultur, die in ihrer vermeintlichen Unversehrtheit zu retten war und die ein besonders geeigneter Raum für Versöhnung und Verständigung zwischen Tätern und Opfern zu sein schien. Die Vertreibung wie die Rückkehr von Personen, aber auch von Ideen und Werken, stellen sich vor diesem Hintergrund als wesentliche Voraussetzungen von Kultur nach 1945 dar.
Unter dem Dach der Forschungsstelle arbeiteten von 2009-2016 im Rahmen des DFG-Paketprojekts „Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit“ (in Kooperation mit der Universität Tübingen) die Teilprojekte „Die Rückkehr von Personen, Werken und Ideen“ (Fakultät Musik) und „Archive zur Musikkultur nach 1945“ (Universitätsarchiv).
Sprecher:innen
Prof. Dr. Dörte Schmidt (Musikwissenschaft), Prof. Dr. Matthias Pasdzierny (Musikwissenschaft), Dr. Anastasia Dittmann (Universitätsarchiv)
Gastforscherinnen und -forscher
Die Forschungsstelle bietet durch ihre umfangreiche Spezialbibliothek, im Rahmen von Projektforschungen entstandene Quellensammlungen und die fachliche Expertise ihrer Mitglieder eine furchtbare Forschungsumgebung. Auswärtige Forscherinnen und Forscher können im Rahmen eines Fellowships diese Infrastruktur nutzen (Spezialbibliothek, Teilnahme am Forschungskolloquium, E-Mail-Account, etc.), bisherige Gäste waren u.a. Abby Anderton, Philip Bohlman, Sayuri Hatano, Alejandro L. Madrid, Anna Papaeti, Tobias Reichard, Adam Sacks, August Sheehy, Johanna Yunker, Shin-Hyang Yun. Bei Interesse an einem Gastaufenthalt an der Forschungsstelle schreiben Sie bitte an die oben angebenen Adresse eine E-Mail mit einer kurzen Beschreibung Ihres Forschungsprojekts.
Forschung
Unter dem Dach der Forschungsstelle arbeiteten von 2009-2016 im Rahmen des DFG-Paketprojekts „Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit“ (in Kooperation mit der Universität Tübingen) die Teilprojekte „Die Rückkehr von Personen, Werken und Ideen“ (Fakultät Musik) und „Archive zur Musikkultur nach 1945“ (Universitätsarchiv).
Kooperationen
Kooperationen bestanden u.a. mit
Bundesministerium für Finanzen/Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Wiedergutmachung: Auseinandersetzung - Entschädigung – Verantwortung, 2023)
Bundesjazzorchester („Irgendwo auf der Welt“ Musik aus Entschädigungsakten, 2025)
Veranstaltungen der Forschungsstelle
Übersicht über aktuelle und frühere Veranstaltungen der Forschungsstelle
Publikationen
Monographien:
"Man kehrt nie zurück, man geht immer nur fort". Remigration und Musikkultur, hrsg. von Dörte Schmidt gemeinsam mit Maren Köster, München 2005
Kulturelle Räume und ästhetische Universalität. Musik und Musiker im Exil, hrsg. von Dörte Schmidt gemeinsam mit Wulf Koepke, Claus-Dieter Krohn, Erwin Rotermund und Lutz Winckler (Konzeption und Redaktion: Dörte Schmidt), München 2008 (= Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Bd. 26)
Traveling Sounds. Dokumentation zum 6. Berliner Salon des Leo Baeck Instituts am 29. April 2009, hrsg. von Dörte Schmidt, Cordula Heymann-Wentzel und Matthias Pasdzierny, Berlin 2009
Zwischen individueller Biographie und Institution. Zu den Bedingungen beruflicher Rückkehr von Musikern aus dem Exil, hrsg. von Matthias Pasdzierny und Dörte Schmidt, Schliengen 2013 (= Forum Musikwissenschaft, Bd. 9)
Matthias Pasdzierny:Wiederaufnahme? Rückkehr aus dem Exil und das westdeutsche Musikleben nach 1945, München 2014 (Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit)
Archive zur Musikkultur nach 1945. Verzeichnis und Texte, hrsg. von Antje Kalcher und Dietmar Schenk, München 2016 (Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit)
Es ist gut, dass man überall Freunde hat. Brigitte Schiffer und ihre Korrespondenz mit Heinz Tiessen, Alfred Schlee, Hans Heinz Stuckenschmidt und Carla Henius, hrsg. von Matthias Pasdzierny, Dörte Schmidt und Malte Vogt unter Mitarbeit von Hemma Jäger, München 2017 (Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit)
Daniela Fugellie: "Musiker unserer Zeit" Internationale Avantgarde. Migration und Wiener Schule in Südamerika Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit, München 2018 (Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit)
Haben Sie inzwischen etwas Neues komponiert?: Kompositionen zwischen Exil und Rückkehr von Leo Bütow, Richard Engelbrecht, Wolf Rosenberg und und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit, hrsg. von Matthias Pasdzierny und Dörte Schmidt unter Mitarb. von Sandra Kebig, München 2022
Brigitte Schiffer: Letters from Cairo 1935–1963 [Original: بريجيته شيفر: رسائل من القاهرة. 1935– 1963 ], hrsg. von Ikram Hili und Matthias Pasdzierny, Abu Dhabi/Berlin 2022.
Aufsätze:
Dörte Schmidt:
„Das ‘verlockende Angebot’ wird von mir und Ihren Freunden inzwischen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln vorbereitet“. Einladungen an Arnold Schönberg zur Rückkehr aus dem Exil, in: Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands 21 (2005), S. 77–86
Erfahrung und Erinnerung. Kompositorisches Material zwischen Klang und Bedeutung in der Kammermusik des späten 20. Jahrhunderts, in: Mnemosyne. Zeit und Gedächtnis in der Neuen Musik des ausgehenden 20. Jahrhunderts, hrsg. von Dorothea Redepenning und Joachim Steinheuer, Saarbücken 2006, S. 41–58
„Das wache Bewußtsein aller Beheimateten“. Exil und die Musik in der Kultur der Nachkriegszeit, in: „Auch in Deutschland waren wir nicht mehr wirklich zuhause“. Remigration vertriebener Juden nach Deutschland, hrsg. von Irmela von der Lühe, Axel Schildt und Stefanie Schüler-Springorum, Göttingen 2008, S. 356–385
Chinesische Übersetzung in: People’s Music 9/2017, S. 88–91
Schönberg und die Schallplatte oder: Über die technische Reproduzierbarkeit von Musik und das Exil, in: Ereignis und Exegese. Musikalische Interpretation – Interpretation der Musik. Festschrift für Hermann Danuser zum 65. Geburtstag, hrsg. von Camilla Bork, Tobias Robert Klein, Burkhard Meischein, Andreas Meyer und Tobias Plebuch, Schliengen 2011, S. 581–599
Mnemosyne. Funktionen der Erinnerung in der Musik nach 1950. Bemerkungen zu Henri Pousseur, Helmut Lachenmann und Hans Zender, in: Musik und kulturelle Identität. Bericht über den XIII. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung, hrsg. von Detlef Altenburg und Rainer Bayreuther, Weimar 2004, Kassel 2012, Bd. 1, S. 123–133
Musikwissenschaft und Vergangenheitspolitik, in: Geschichte der Germanistik. Mitteilungen 41/42 (2012), S. 102–108, auch abgedruckt in: Musikwissenschaft – Nachkriegskultur – Vergangenheitspolitik (siehe Buchveröffentlichungen), S. 255–264
„I try to write music that will appeal to an intelligent listener’s ear“. On Elliott Carter’s string quartets, in: Elliott Carter Studies
, hrsg. von Marguerite Boland und John Link, Cambridge 2012, S. 168–189, DOI: doi.org/10.1017/CBO9781139030755.010 (letzter Zugriff 25.01.21)
„Musikalische Aufräumarbeiten“. Bernd Alois Zimmermanns Weg vom „Konzert für Orchester“ (1946/48) bis zur „Symphonie in einem Satz“ (1951/53), in: „Stunde Null“. Zur Musik um 1945, hrsg. von Volker Scherliess, Kassel 2014, S. 88–110
„Nach allen ästhetischen und philosophischen Massstäben, die wir anlegen müssen, war er kein mann unserer Zeit.“ Über ein zentrales Motiv der Straussrezeption der Nachkriegsjahre mit einem Blick auf die Aufführungsgeschichte von Capriccio, in: Richard-Strauss-Jahrbuch (2015): Richard Strauss und die Musik des 20. Jahrhunderts, Wien 2015, S. 77–100
Musikalische Flaschenpost. Die kompositorische Rezeption des „jungen Schönberg“ nach dem zweiten Weltkrieg, in: Der junge Schönberg in Wien. Bericht über das Symposium 4.–6. Oktober 2007, Wien 2015 (Journal of the Arnold Schönberg Center 10), S. 255–267
„Nachlass zu Lebzeiten“. (Selbst-)Archivierung als auf Dauer gestellte künstlerische Selbstvergewisserung, in: Archive zur Musikkultur nach 1945. Verzeichnis und Texte, hrsg. von Antje Kalcher und Dietmar Schenk, München 2016 (= Kontinuitäten und Brüche in der Musikkultur der Nachkriegszeit), S. 21–37
Musikwissenschaft in West-Deutschland zwischen Vergangenheitspolitik und Internationalisierung. Über die Bedingungen der Remigration von Personen, Werken und Ideen und die Entwicklung der Disziplin, Symposiumsbericht »Wege des Fachs – Wege der Forschung?«, in: Beitragsarchiv des Internationalen Kongresses der Gesellschaft für Musikforschung, hrsg. von Klaus Pietschmann, Mainz 2016 – Wege der Musikwissenschaft
, hrsg. von Gabriele Buschmeier und Klaus Pietschmann, Mainz 2018, schott-campus.com/wp-content/uploads/2018/09/II1Schmidt.pdf (letzter Zugriff 10.12.2018)
‚We must have a SCORE‘: Kolisch, das LaSalle-Quartett und die Partitur zum Streichquartett von Witold Lutosławski, in: Arbeit an Musik: Reinhard Kapp zum 70. Geburtstag, hrsg. von Markus Grassl, Stefan Jena und Andreas Vejvar, Wien 2017, S. 573–596
Posfácio, in: Vilém Flusser Na Música, hrsg. und übersetzt von Marta Castello Branco, São Paulo 2017, S. 175–184
Testimonium. zur Korrespondenz zwischen Recha Freier und Roman Haubenstock-Ramati, in: Return from Exil/Rückkehr aus dem Exil. Exiles, Returnees and their Impact in the Humanities and Social Sciences in Austria and Central Europe, hrsg. von Waldemar Zacharasiewicz und Manfred Prisching, Wien 2017 (= Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse, 885), S. 227–248
Meister – Freunde – Zeitgenossen. Richard Strauss und Gerhart Hauptmann, in: Richard Strauss. Der Komponist und sein Werk. Überlieferung, Interpretation, Rezeption. Bericht über das internationale Symposium zum 150. Geburtstag, München 26.–28. Juni 2014, hrsg. von Sebastian Bolz, Adrian Kech und Hartmut Schick, München 2017 (= Münchener Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Bd. 77), S. 51–71
Gemeinsam mit Mitchell G. Ash: Im Gespräch, in: Sündenfall der Künste? Richard Wagner, der Nationalsozialismus und die Folgen, hrsg. von Katharina Wagner, Holger von Berg, Marie Luise Maintz, Kassel 2018 (= Diskurs Bayreuth, No. 1), S. 95–104
„Ein Schloß in der Nähe von Paris, zur Zeit, als Gluck dort sein Reformwerk der Oper begann“. Richard Strauss‘ Capriccio und das Gluck-Bild im Nationalsozialismus, in: Christoph Willibald Gluck. Bilder, Mythen, Diskurse
, hrsg. von Thomas Betzwieser, Michele Calella und Klaus Pietschmann, Wien 2018, S. 215–233, DOI: doi.org/10.2307/j.ctv8xnjg1 (letzter Zugriff 25.01.21)
Remigration nach Neu-Bayreuth. Über die Konstruktion von Kontinuitäten und Brüchen in der Musikkultur der Nachkriegszeit, in: Sündenfall der Künste? Richard Wagner, der Nationalsozialismus und die Folgen, hrsg. von Katharina Wagner, Holger von Berg und Marie Luise Maintz, Kassel 2018 (= Diskurs Bayreuth, No. 1), S. 82–94
Musiktheorie im Exil. Denise Naville, René Leibowitz und die französische Übersetzung von Arnold Schönbergs Harmonielehre, in: Mitteilungen der Paul Sacher Stiftung 31 (2018), S. 38–43
Nach dem Zivilisationsbruch, in: Musik öffnet Welten. Zur Gestaltung internationaler Beziehungen, hrsg. von Ronald Grätz und Christian Höppner, Göttingen 2019, S. 29–35
Engl. Übersetzung in: Music Opens Up Worlds: Shaping International Relations, hrsg. von Ronald Grätz und Christian Höppner, Göttingen 2020, S. 25–31
„Behold how fair the Princess Salomé looks tonight!“/ „How lovely is the Princess Salomé on this night!“. Marika Pelikan und ihre Strauss-Übersetzungen in den USA, in: Musik | Kultur | Theorie. Festschrift für Marie-Agnes Dittrich
, hrsg. von Christian Glanz, Anita Mayer-Hirzberger und Nikolaus Urbanek, Wien 2019, S. 429–445, DOI: doi.org/10.2307/j.ctvkjb4cd (letzter Zugriff 25.01.21)
Artistic Exchange between Europe and Latin America after World War II as Mirrored by Sources from the Archive of the German Federal Foreign Office, in: Trayectorias Music between Latin America and Europe 1945–1970 Música entre América Latina y Europa 1945–1970, hrsg. von Daniela Fugellie, Ulrike Mühlschlegel, Matthias Pasdzierny und Christina Richter-Ibáñez, Ibero-online.de
13 (2019), S. 9–16, www.iai.spk-berlin.de/fileadmin/dokumentenbibliothek/Ibero-Online/Ibero_Online_13_Trayectorias.pdf (letzter Zugriff 07.12.20)
„Beethoven never supported Hitler“. Kagels Ludwig van und der Umgang mit einem ambivalenten Helden der Nachkriegszeit, in: Vom Klang bewegt. Das Kino und Ludwig van Beethoven, hrsg. von Stephan Ahrens, Berlin 2020 (= Deep Focus 33), S. 63–82
In Between: Cultural Exchange and Competing Systems, in: twentieth-century music
17(3), S. 347–359, DOI: doi.org/10.1017/S147857222000016X (letzter Zugriff 25.01.21)
Emigration and the Transfer of Ideas after World War II, in: Eastern European Emigrants and the Internationalisation of 20th-Century Music Concepts, hrsg. von Anna Fortunova und Stefan Keym, Hildesheim 2022 (= Studien und Materialien zur Musikwissenschaft, Bd. 118), S. 195–210
„Das hat sehr viel mit Politik zu tun“. Beethoven, das LaSalle-Quartett und das Verhältnis von Aufführungs- und Kompositionsgeschichte nach dem zweiten Weltkrieg, in: Beethovens Vermächtnis. Mit Beethoven im Exil. Bericht über das internationale Symposium Bonn 1.–3. März 2018 mit einer Edition der gleichnamigen Studie von Paul Bekker, hrsg. von Anna Langenbruch, Beate Angelika Kraus und Christine Siegert, Bonn 2022 (= Schriften zur Beethoven-Forschung, Bd. 32), S. 209–228
“…she would smile…”. Zum Spiel mit Adressierung und Überlieferung in Harrison Birtwistles Widmungsstück für Brigitte Schiffer, in: Jahrbuch 2018/2019 des staatlichen Instituts für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz, hrsg. von Simone Hohmaier, Mainz 2023, S. 131–150
Data Diplomacy. „Access to Waxes“ and the Need for Negotiating Spaces, in: the world of music (new series)
13(2), DOI: doi.org/10.59998/2024-13-2-1882 (letzter Zugriff 03.11.2025)
Ein Lied geht um die Welt, in: Dokumente, Bilder, Filme. Das Bundesarchiv, hrsg. von Olaf Zimmermann und Theo Geißler, Berlin 2025, S. 35–37,
www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2025/04/Dossier_Bundesarchiv_Web.p
Ökonomien des Quartettspiels. Das Amadeus Quartet, die zeitgenössische Musik und die Bedeutung akademischer Residenzen — Debatten in Berlin und York, in: Musik im Prisma von Kulturgeschichte. Festschrift für Wolfgang Rathert, hrsg. von Jan Golch und Magdalena Zorn, Berlin 2025, S.191–208
Matthias Pasdzierny/Dörte Schmidt:
Das andere Deutschland und die Musik. Die Universalität der Kunst und die Unterhaltung im Westdeutschland der Nachkriegszeit, in: Zwischen den Stühlen: Remigration und unterhaltendes Musiktheater in den 1950er-Jahren, hrsg. von Wolfgang Jansen und Nils Grosch, Münster 2012 (Populäre Kultur und Musik, Bd. 5), S. 11-34
Interprets the best of Germany in song. Aufführungskulturen des Lieds und das Exil, in: Jahrbuch Musik und Gender, Bd. 6 (2013), S. 127-143
Matthias Pasdzierny:
Zum Beispiel ist mir in Stuttgart, ja eigentlich in Württemberg kein männlicher jüdischer Musikpädagoge mehr bekannt. Juden und die Hochschule für Musik nach 1900, in: Zwischen bürgerlicher Kultur und Akademie. Zur Professionalisierung der Musikausbildung in Stuttgart seit 1857, hrsg. von Joachim Kremer und Dörte Schmidt, Schliengen 2007, S. 131-146
Der Ozean, der mich seit jener Zeit von dem Geburtslande trennte, hat wieder zwei Ufer … Der Künstlerfonds des Süddeutschen Rundfunk und das deutsch-jüdische Musikerexil, in: Kulturelle Räume und ästhetische Universalität. Musik und Musiker im Exil, hrsg. von Claus-Dieter Krohn u.a., München 2008, S. 195-231 (Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Bd. 26)
Das Lehrerverzeichnis weist viele Veränderungen auf, aber es ist immerhin noch beinahe die Hälfte, die ich kenne. Musiker-Remigration an der Musikhochschule Stuttgart, in: Zwischen individueller Biographie und Institution. Zu den Bedingungen beruflicher Rückkehr von Musikern aus dem Exil, hrsg. von Matthias Pasdzierny und Dörte Schmidt, Schliengen 2013, S. 96-114
Ein sonderbares Gefühl […] eine abgebrochene Karriere in DM ausgedrückt zu sehen. Entschädigungs- und VdN-Akten als musikgeschichtliche Quellen, in: Archive zur Musikkultur nach 1945. Verzeichnis und Texte (Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit), hrsg. von Antje Kalcher und Dietmar Schenk, München 2016, S. 196-204
Ein Mythos am Ende der Nachkriegszeit? Ernst Kreneks Schauspielmusik König Oedipus, op. 188, für die Salzburger Festspiele 1965, in: Krenek – Nicht nur Komponist, hrsg. von Claudia Maurer Zenck u.a., Schliengen 2018, S. 69-90
From Berlin to the World? The Early Postwar Writings of Hans Heinz Stuckenschmidt, in: Music Criticism 1900-1950, hrsg. von Jordi Ballester und Gérman Gan Quesada, Turnhout 2018, S. 441-453
Unter den Emigranten der Dagebliebenste? Paul Hindemith als Projektionsfigur der westdeutschen Nachkriegsgeschichte, in: Hindemith-Jahrbuch/Annales Hindemith 47 (2018), S. 9-33
Emigranten im Schaufenster? Rückkehr aus dem Exil und der Wiederaufbau des ostdeutschen Musiklebens nach 1945 – am Beispiel des Arbeiterliedarchivs und mit einem Seitenblick auf die Situation in Thüringen, in: Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche, hrsg. von Helen Geyer und Maria Stolarzewicz, Weimar 2019, S. 257-272
Exilforschung in der (west)deutschen Musikwissenschaft. Zwischen Vergangenheitspolitik und Erinnerungskultur, in: Belastete Beziehungen. Studien zur Wirkung von Exil und Remigration auf die Wissenschaften in Deutschland nach 1945, hrsg. von Kirsten Heinsohn und Rainer Nicolaysen (Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte 27), Göttingen 2021, S. 148-173
Zwischen return mobilities und erhoffter Rücknahme des Exils. Musikwissenschaft und Remigrationsforschung, in: Handbuch Musik und Migration. Ein Theorie- und Methodenhandbuch, hrsg. von Wolfgang Gratzer, Nils Grosch, Ulrike Präger und Susanne Scheiblhofer, Münster/New York 2021, S. 377-390
Tales from a Duffle Bag: On Getting Emotional by Doing Migration Studies as a German Scholar, in: Forms of Migration. Global Perspectives on I/migrant Art and Literature, hrsg. von Stefan Maneval und Jennifer A. Reimer, Berlin 2022, S. 120-136
Erste Konzerte im Nachkriegsdeutschland – Rückkehrer und Dagebliebene spielen Beethovens Violinkonzert, in: Beethovens Vermächtnis. Mit Beethoven im Exil, hrsg. von Anna Langenbruch und Christine Siegert (Schriften zur Beethoven-Forschung 33), Bonn 2022, S. 119-139
Whom to Remember – How to Return? Brigitte Schiffer, the Voices of Siwa and the Entangled History of the Berlin School of Ethnomusicology, in: the world of music (new series) 12 (2023) 2, abrufbar unter: https://doi.org/10.59998/2023-12-2-1427
Weitere Artikel:
Dietmar Schenk & Antje Kalcher: Archive zur Musikkultur nach 1945. Nachweis und archivgeschichtliche Bestandsaufnahme, in: Alte Universität – neue Universität? Festkolloquium für Rüdiger vom Bruch im Dezember 2009, hrsg. von Marie-Luise Bott und Hans-Christoph Lies, Stuttgart 2011, S. 235-244
Lexikonartikel:
zahlreiche LexM-Artikel, u.a. zu Dajos Béla, Fritz Busch, Fanny Cleve, Ernst Engel, Richard Engelbrecht, Karl Haas, Erich Kleiber, Paul Riesenfeld, Alphons Silbermann, Erik-Paul Stekel, Heinrich Strobel