IN WATTE
IN WATTE
„IN WATTE“ ist eine machtkritische Auseinandersetzung mit psychiatrischen Institutionen im Kontext der individualistischen und leistungsorientierten Gesellschaft. Die Handlung des Romans „Veronika beschließt zu sterben“ wurde durch Integration von aktuellen Begebenheiten, wie die der Digitalisierung, in einem kritischen Bezug zu gegenwärtigen Lebensrealitäten gesetzt und reflexiv weiterentwickelt. Ebenfalls Gegenstand der Arbeit waren die Entwicklung von Freiräumen, die den Ausbruch aus Geschlechterstigmata ermöglichen, sowie die Auseinandersetzung mit psychischer Gesundheit.
Das Modell der kollektiven Stückentwicklung, dem das Aufbrechen hierarchisch strukturierter Machtverteilung zugrunde liegt, konnte in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden. Durch den aktiven Austausch persönlicher Erfahrungen und Fähigkeiten entstand ein stetiger Lern- und Entwicklungsprozess entstehen. Die Auflösung der räumlichen Trennung zwischen Zuschauenden und Spielenden ermöglichte eine immersive Mitgestaltung der Aufführung durch das Publikum.