PerfektionisMUSS

PerfektionisMUSS

Das Ziel des Projektes war es, anhand der Portfolios der Teilnehmenden zu untersuchen, wie perfektionistisch wir sind bzw. wie und wo in unserer Selbstdarstellung perfektionistische Ansprüche deutlich werden. Diese wurden zunächst gemeinsam erforscht und anschließend gingen die Teilnehmenden in einen spielerischen Umgang mit dem Perfektionismus, um ihn dabei zu dekonstruieren.

In einem ersten Workshop sprachen die Teilnehmenden über Perfektionismus und dessen Einfluss auf ihre Selbstdarstellung und -wahrnehmung. Dann stellten sie mithilfe der Werkzeuge der Lecture Performance ihre Portfolios bzw. Universitätsbewerbungen vor und analysierten Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Die Gruppe verfasste utopische Texte über sich selbst, die beschreiben, wie sie gerne wirken würden, wenn sie nicht von ihrem Perfektionismus bestimmt wären. Jede Person wählte eine eigene Visualisierungsform. Einige erstellten Collagen, andere modellierten eine Mini-Ausstellung, andere produzierten kleine Melodien und Loops.

Die Teilnehmenden experimentierten mit Instrumenten, die sie nicht spielen konnten, mit dem Anspruch, sie sich zu eigen zu machen, ohne dass der Perfektionismus im Kopf anspringt. Sie arbeiteten mit Text, Musik, Video und Soundbearbeitung. Es wurde ein Notfallcode vereinbart, den jede Person ausrufen konnte, sobald sie das Gefühl hatte, dass sich der Perfektionismus in den Prozess eingeschlichen hatte.