ZERO
ZERO
Vier suchende Seelen treffen sich im Zero.
Sie treffen sich, um anzufangen, wenn es am schlimmsten ist.Die Erste fragt: Was ist schlimmer, Arme oder Beine brechen?
Der Zweite rotiert und stolpert, bis er tanzt.
Der Dritte greift in die Saiten und vertreibt den Lärm.
Die Vierte spricht mit einem Ball. Sag, wie bringe ich uns ins Rollen?Ihr Ziel? Die Sonne gemeinsam wieder zum Aufgehen bringen.
Mit ZERO stattet das Produktionsteam dem Chaos einen Besuch ab. Ausgehend von Kostümteilen und Objekten entsteht ein szenisches Kaleidoskop der Widerstände und der Bewegungen dagegen, damit, darüber und dadurch.
Kostümbild im Fokus
In diesem Projekt liegt der geschlechterspezifische Aspekt weniger im Inhalt, als vielmehr in der Arbeitsweise. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Zusammenarbeit zwischen dem vornehmlich weiblich codierten Fach Kostümbild und Regie in Theaterkontexten in vielen Fällen als sekundär betrachtet wird. Da das Kostümbild mit textilen Berufen und somit traditionell weiblichen Berufen assoziiert wird und das deutschsprachige Theater bis ins 21. Jahrhundert vornehmlich männlich dominiert war, sind die Auswirkungen dieser Geschlechterspezifik im Fall des Kostümbilds bis heute spürbar. Kostümschaffende werden oft erst zu einem späten Zeitpunkt in ein Projekt geholt, ungeachtet dessen, dass es sich bei Kostümbild um eine Kunstform handelt, in der Prozesse wie die inhaltliche Auseinandersetzung, der Entwurf und die Umsetzung viel Zeit brauchen. Es wird gerne als zuarbeitende Dienstleistung wahrgenommen, welche in den hierarchischen und patriarchal geprägten Prozessen des Theaters gesamtgesellschaftlich weniger honoriert wird und künstlerische Leistung unbeachtet lässt.
In der Stückentwicklung von ZERO wollen wir uns mit dem Konzept des Anfangen beschäftigen. Mit Mitteln des Objekt- und Materialtheaters begibt sich das Team mit einem interdisziplinären Ensemble auf einen Forschungsweg, auf dem das Kostümbild in den Fokus gerückt werden und die Auseinandersetzung von Stoffen, Objekten und Materialien zum Ausgangspunkt für narrative und visuelle Inhalte gemacht werden sollen.
Beteiligte
| Konzept | Clara Fee Stürzl, Lara Kaiser |
| Regie | Lara Kaiser |
| Kostüm- und Bühnenbild | Clara Fee Stürzl |
| Lichtdesign | Cornelius Reitmayr |
| Musik | Elias Weber |
| Dramaturgie | Nathalie Rosenbaum |
| Performance | Elias Weber, Jens Lamprecht, Susanne Scholl, Wibke Storkan |
| Regieassistenz | Hristiyana Zafirova |
| Kostümassistenz | Lea Bischoff |
| Externe Mentorierung | Julika Mayer, Verena Lobert |
| Theaterpädagogische Unterstützung | Victoria Kreiner |