Fakultät Musik

Frauen*Café

Quelle: frauenbeauftragte

Was ist das FRAUEN*CAFÉ?
* Raum zur Unterstützung von Geschlechtergleichstellung und Chancengleichheit
* zwanglose Treffen zur Förderung der Kommunikation unter Frauen* der UdK
* ein fakultätsübergreifendes Angebot für alle Frauen* unterschiedlichen Alters, jeglicher sexueller Orientierung und Herkunft, Frauen* mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, sowie unterschiedlichen Lebensformen
* ein Ort, an dem man im Gespräch und im gemeinsamen Tun voneinander Anregung und Unterstützung erfahren kann
* interessante Fragen, Antworten und Diskussionen zur Geschlechtergleichstellung

Wie hat sich das FRAUEN*CAFÉ gegründet?
Nach der Wahl der neuen Frauen*beauftragten der Fakultät Musik, fand sich eine kleine Gruppe von interessierten und engagierten UdK- Studentinnen* zusammen, die das Ziel verfolgten, ein Projekt ins Leben zu rufen, das fakultätsübergreifend alle Frauen* der UdK Berlin miteinbeziehen und unterstützen würde. Wir wollen einen Raum zum Austausch und zur Unterstützung von Frauen* an der Universität der Künste schaffen, in dem sich mit der Geschlechterfrage auseinandergesetzt wird. Das Konzept des FRAUEN*CAFÉS ist das Ergebnis freiwilliger Arbeit mit viel Sorgfalt, Mühe und Liebe!

Wir benutzen den Begriff Frauen* mit einem Sternchen, um alle Menschen einzuschließen, die sich als Frauen* identifizieren, auch wenn sie sich nicht in dem von der Gesellschaft vorgegebenen binären Geschlechterverhältnis einordnen.
 

FEM*_MUSIC*_

Quelle: frauenbeauftragte

Aus mehreren offenen Treffen im Jahr 2016 und 2017 von Studierenden und Absolvent*innen der beiden Hochschulen UdK Berlin und HfM Hanns Eisler Berlin hatte sich der Wunsch nach einem feministischen Lehrangebot herauskristallisiert, das im Studium bisher nur marginal eine Rolle gespielt hatte. Mit der Reihe FEM*_MUSIC*_ wurde von Lehrenden und Studierenden ein gemeinsames Format gefunden, sich mit dem Thema Feminismus im gesamten Feld der Produktion zeitgenössischer Musik unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen zu können. Die Themen und Gäste werden von Lehrenden und Studierenden gemeinsam ausgewählt und betreut. Im Wintersemester 2017/18 fanden unter dem Titel FEM*_MUSIC*_: Präsentation – Diskussion – Vernetzung vier Veranstaltungen zu Feminismus und zeitgenössische Musikpraxen statt.
Die Frauenbeauftragten der Fakultät Musik förderten in der Vergangenheit bereits mehrfach Projekte im Rahmen von FEM*_MUSIC* - zuletzt die Einladung der in Wien lebenden Komponistin und Musikerin Elisabeth Schimana zu einem Vortrag und Seminar, sowie den Bau eines Modells, mit dem Werke weiblicher Komponistinnen im Rahmen des Festivals „MEHRLICHT!MUSIK“ in ein neues Licht gerückt werden sollen.

Magdalena Klein / orchestr.insîéme

Quelle: frauenbeauftragte

Weibliche Dirigentinnen sind im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen nach wie vor stark unterrepräsentiert. Im Jahr 2016 wurden von 130 deutschen Orchestern lediglich 3 von einer Frau geleitet. Diese Zahl spiegelt sich auch unter den Studierenden wieder: im gleichen Jahr gab es im Fach Dirigieren einen Frauenanteil von 41%.
Magdalena Klein, Studentin im M.A. Dirigieren an der UdK, ist eine dieser Frauen. Im Jahre 2016 rief sie an der Fakultät Musik das orchestr.insîéme ins Leben. Es besteht zum größten Teil aus Studierenden der Fakultät Musik. Der Name ist dabei Programm - er basiert auf dem italienischen Wort insieme, was soviel wie gemeinsam bedeutet. Durch die frei hinzugefügten Akzente wird das Wort bewusst internationalisiert und modernisiert. Die Idee des orchestr.insîéme ist es, Musiker*innen zusammenzubringen, die sonst vermutlich nicht aufeinander treffen würden. So haben in vergangenen Projekten angehende Orchestermusiker*innen neben Tonmeister*innen, Instrumentalpädagog*innen neben Dirigent*innen und Rhythmiker*innen neben Instrumentalsolist*innen gespielt.
Von dem Projekt profitieren pro Arbeitsphase ca. 50 Studierende der Fakultät, sowohl auf künstlerischer, als auch auf sozialer Ebene. Es ermöglicht ihnen einen Austausch, der im Universitätsalltag nur selten stattfindet. Viele der Musiker*innen haben aufgrund ihres Studiengangs in ihrem gesamten Studiengang an der UdK nie die Gelegenheit erhalten, in einem Orchesterkonzert mitzuwirken und sind umso dankbarer für die Chance, die sich ihnen durch das orchestr.insîéme bietet. Die Arbeit von Magdalena Klein wurde im vergangenen Jahr durch Mittel der Frauenbeauftragten der Fakultät Musik gefördert. Wir freuen uns sehr, eine junge Dirigentin auf ihrem Weg zur Professionalisierung in einem stark männlich dominierten Bereich unterstützen zu können.

Workshop mit Catherine Larsen-Maguire

Besonders im Bereich des Orchesterdirigierens sind Frauen als Dozentinnen an der Fakultät Musik derzeit stark unterrepräsentiert. Dieser Zustand spiegelt das Geschlechterverhältnis auch auf professioneller Ebene wieder. Um zu verhindern, dass sich dieses Bild immer weiter reproduziert, ist es von großer Wichtigkeit, an Universitäten, als Lernorten für die nächste Generation, neue Perspektiven und im Besonderen eine angemessene Gleichstellung sowie eine ausgeglichene Vertretung der Geschlechterrollen vorzuleben oder dies zumindest anzustreben.
Gerade für die aktuell vorhandene Mehrheit an weiblichen Studierenden in den Bereichen Schulmusik und KPA ist es wichtig, auf dem Gebiet des Dirigierens zumindest den Ansatz von Gleichstellung als Ziel zu erleben und damit auch einen Einblick von unterrichtenden Frauen zu bekommen, um auszuschließen, dass weiterhin ausschließlich mit männlichen Vorbildern auf professioneller Ebene gearbeitet wird.
Im November diesen Jahres fand vor diesem Hintergund ein zweitägiger Dirigier-Workshop mit Frau Catherine Larsen-Maguire statt, ihrerseits erfolgreiche Dirigentin und Dozentin und von 2014-2016 Inhaberin einer Gastprofessur (Dirigieren) an der UdK.
Der Workshop wurde durch die Mittel der Frauenbeauftragten der Fakultät Musik finanziert.

Verwandte Themen