Anerkennung des selbstgewählten Vornamens
Nicht immer stimmen die Personalpapiere mit der eigenen geschlechtlichen Verortung überein.
Liebe UdK Angehörige,
die Universität der Künste Berlin setzt sich für ein Arbeits- und Lehrumfeld ein, in dem sich alle Personen anerkannt, wertgeschätzt und zugehörig fühlen. Dazu gehört auch, dass die selbstgewählte Identität einer Person – einschließlich ihres Namens und ggf. ihres Geschlechts – anerkannt wird.
Der respektvolle Umgang mit dem selbstgewählten Namen und der geschlechtlichen Identität steht im Einklang mit den Grundsätzen des Code of Conduct der UdK Berlin. Dieser betont insbesondere die Bedeutung diskriminierungssensibler Kommunikation, die Vermeidung von Ausschlüssen durch Sprache sowie die Orientierung an der Perspektive der betroffenen Person.
Eine Namens- oder Geschlechtseintragsänderung kann für die betroffene Person ein wichtiger und oft sensibler Schritt sein. Umso wichtiger ist ein achtsamer, diskreter und unterstützender Umgang im Arbeits- und Lernumfeld. Der Name und die Anrede sind dabei keine bloße Formalität, sondern zentrale Bestandteile von Identität, Zugehörigkeit und Wertschätzung.
Die gesetzliche Grundlage für die Änderung des Namens oder des Geschlechtseintrags sieht vor, dass nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein Recht auf Berichtigung der personenbezogenen Daten (Art. 16 DSGVO), wenn diese nicht korrekt sind, besteht. Darüber hinaus schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) vor Benachteiligung aufgrund geschlechtlicher Identität.
Mit dem Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) wird zudem der Grundsatz der geschlechtlichen und personenbezogenen Selbstbestimmung gestärkt. Diese rechtlichen Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung eines sensiblen, respektvollen und möglichst barrierearmen Umgangs mit Namens- und Geschlechtseintragsänderungen auch im institutionellen Kontext.
Hinweise für einen respektvollen Umgang
Empfehlenswert:
Bitte vermeiden:
Ein respektvoller Umgang stärkt Vertrauen, Zugehörigkeit und ein diskriminierungssensibles Arbeitsumfeld. Sprache und Kommunikation haben dabei eine zentrale Bedeutung und können bewusst oder unbewusst Ein- oder Ausschlüsse erzeugen.
Die UdK Berlin hat zudem ein standardisiertes Verfahren für Namens- und Geschlechtseintragsänderungen eingeführt, um die Abläufe klar, datensensibel und möglichst entlastend zu gestalten.
Für Fragen oder Unterstützung können Sie sich jederzeit an die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte wenden.
Mit freundlichen Grüßen
Alejandra Nieves Camacho & Vanessa Wozny
Diversitäts- und Antidiskriminierungsbeauftragte & Frauen und Gleichstellungsbeauftragte
Nicht immer stimmen die Personalpapiere mit der eigenen geschlechtlichen Verortung überein.
Die Optionen „divers“ und „keine Angabe“ werden in allen Formularen, Zeugnissen, Statistiken, Datenbanken, Verträgen und im Schriftverkehr der UdK Berlin bei der Angabe zum Geschlecht bzw. zur Anrede ergänzt, aufgenommen und anerkannt.
Studierende, die ihren Vornamen bzw. Geschlechtseintrag auf den Dokumenten der UdK Berlin ändern möchten, füllen den Antrag unterschrieben aus und senden ihn an das IPA der UdK Berlin per Post.
Mitarbeitende, die ihren Vornamen bzw. Geschlechtseintrag in den Systemen und auf den Dokumenten der UdK Berlin ändern möchten, richten einen formlosen Antrag per E-Mail an die zuständige Personalsachbearbeiter*in.
Im universitären Schriftverkehr werden in Dokumenten, Formularen, Verträgen und auf allen Plattformen der Universität neutrale Anreden und Formulierungen sowie das Gendersternchen verwendet.