Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: 25. November

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen setzt die UdK Berlin ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und hisst am 25. November die vom Berliner Senat entworfenen Flagge „Berlin sagt nein zu Gewalt gegen Frauen!“. Zudem beteiligt sich die UdK am Online-Aktionstag zum Thema #wessenfreiheit der Berliner Kunst- und Musikhochschulen. Weitere Infos zu den verschiedenen Initiativen sind ab dem 25. November unter wessenfreiheit.de, auf Instagram und Facebook zu finden.

Der 25. November wurde 1999 von der UN-Generalversammlung zum alljährlichen weltweiten Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bestimmt. Der Tag macht darauf aufmerksam, dass Frauen nach wie vor einem hohen Maß an geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt ausgesetzt sind und uns Frauen dadurch weiterhin verwehrt wird, unsere Grundfreiheiten und Menschenrechte vollumfänglich wahrzunehmen.

Gewalt gegen Frauen ist keine Ausnahmeerscheinung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Weltweit ist eine von drei Frauen in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. In Deutschland wurden 2019, so die Kriminalstatistik, über 333,000 Frauen Opfer von Gewaltdelikten, davon standen 34,5% in Zusammenhang mit Partnerschaften. Bei männlichen Opfern lag der Anteil bei 5,5,%. Die Dunkelziffer für Gewaltdelikte ist gerade im Zusammenhang mit Partnerschaften und familiären Kontexten sehr hoch.

Mit der am 1. Februar 2018 in Kraft getretenen Istanbul-Konvention hat sich Deutschland auf allen staatlichen Ebenen verpflichtet, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Betroffenen Schutz und Unterstützung zu bieten und Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt zu ergreifen. Im September 2020 hat die Bundesregierung den ersten GREVIO-Staatenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland veröffentlicht. Ein Fazit der Frauenrechtsorganisationen, Gewaltschutz-Verbänden und Expert*innen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, die sich als Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) zusammengeschlossen haben, ist, dass es „[a]uf Bundesebene… dringend einen neuen Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt [braucht], der für alle betroffenen Ministerien überprüfbare Ziele, Zeitschienen und Verantwortlichkeiten festlegt. Dies setzt eine staatliche Koordinierungsstelle für die Istanbul-Konvention voraus, die mit einem klaren Mandat ausgestattet, hoch in der administrativen Hierarchie verankert und mit einem ausreichenden Budget abgesichert ist.“

Weitere Informationen:

>> Liste von Kontakt- und Anlaufstellen für Betroffene von Gewalt

>> Istanbul-Konvention

>> GREVIO-Staatenbericht

>> Pressemitteilung BIK

>> Berliner Senat - Pressemitteilung

>> Berliner Senat - Aktionen

>> Landeskonferenz Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Berliner Hochschulen

>> Bundeszentrale für politische Bildung

>> UN Women Webseite

>> Kriminalstatistik

 

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