Open Access an der UdK

Was ist Open Access?

Open Access ist ein Baustein von Open Research und bezeichnet eine digitale Publikationsform, die den freien Zugang zu wissenschaftlicher Information und zu Kulturgütern ohne rechtliche, technische oder finanzielle Barrieren ermöglicht. Das Publizieren sollte hierbei grundsätzlich so offen wie möglich und gleichzeitig so geschützt wie nötig erfolgen.

Vorteile von Open Access:

  • Die Sichtbarkeit von Werken wird erhöht.
     
  • Die Verwertungsrechte verbleiben in der Regel bei dem*der Urheber*in.
     
  • Über Bibliothekskataloge und Suchmaschinen wird eine gute Auffindbarkeit gewährleistet.
     
  • Alle Interessierten bekommen freien Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen.
  • Die Werke bleiben langfristig verfügbar.

Eine umfassende Erklärung „Was bedeutet Open Access“ sowie eine detaillierte Erklärung der „Gründe und Vorbehalte“ finden Sie auf der Plattform open-access.net.

Bitte beachten Sie auch unsere rechtlichen Hinweise.

Open-Access-Policy der UdK

Die Open-Access-Policy der UdK wurde am 04.12.2019 vom Akademischen Senat einstimmig verabschiedet und am 20.12.2019 im Anzeiger der Universität der Künste veröffentlicht. Die Begriffe rund um Open Access werden im Glossar erläutert.

Wege des Open Access

Veröffentlichungen im Open Access sind auf verschiedenen Wegen möglich und so vielfältig wie die Publikationen selbst.

Für textbasierte Publikationen gelten die bereits etablierten Wege der Erst- und Zweitveröffentlichung. UdK-Mitglieder können den von der Universitätsbibliothek bereitgestellten Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin als institutionelles Repositorium für ihre Veröffentlichungen kostenfrei nutzen, sofern diese den Leitlinien der guten wissenschaftlichen Praxis an der UdK Berlin genügen. Weitere Informationen zum Veröffentlichungsprozess entnehmen Sie bitte unserer Checkliste.

Die Strukturen für nicht auf Text basierende Veröffentlichungen befinden sich noch im Aufbau. Bitte beachten Sie in diesem Kontext auch unsere Hinweise zum Datenmanagement und zu den Plattformen.

Erstveröffentlichung im Open Access

Als Erstveröffentlichung in einem Open-Access-Verlag oder in einer Open-Access-Zeitschrift können Fachartikel in Zeitschriften, aber auch Monographien oder Sammelbände veröffentlicht werden. Die Qualitätssicherungsprozesse in Form von Peer- oder Editorial-Review-Verfahren entsprechen qualitativ denen traditioneller Verlagspublikationen.

Open-Access-Publikationen unterscheiden sich von traditionellen Veröffentlichungen neben der freien Zugänglichkeit vor allem durch andere Finanzierungsmodelle.

Die anfallenden Publikationskosten werden abhängig vom jeweiligen Modell entweder von den Autor*innen selbst bzw. ihrer Institution oder von Open-Access-Konsortien bzw. dem Publikationsorgan übernommen.

Für das erste Modell bieten Institutionen häufig Publikationsfonds an, aus denen Publikationsgebühren wie APCs (article processing charges) für Zeitschriftenartikel oder BPCs (book processing charges) für Monografien finanziert werden. Die UdK verfügt derzeit über keinen Publikationsfonds.

Das zweite Modell agiert unabhängig von den Finanzierungsmöglichkeiten der Institutionen und wird von sich zusammenschließenden Einrichtungen finanziert. Die Förderung der Autor*innen erfolgt unabhängig von ihrer Institution.

Die Universitätsbibliothek unterstützt Open-Access-Konsortien, um so auch Autor*innen ohne institutionseigenen Publikationsfonds das Publizieren im Open Access zu ermöglichen.

Zweitveröffentlichung im Open Access

Als Zweitveröffentlichung bezeichnet man die erneute Veröffentlichung von einer schon in einem Verlag oder einer Zeitschrift erschienenen Publikation. Für eine von kommerziellen Anbietern unabhängige Zugänglichkeit bieten sich hierfür institutionelle oder öffentlich getragene disziplinäre Plattformen (sogenannten Repositorien) an. Die Veröffentlichung erfolgt hier entweder zeitgleich oder zeitversetzt mit der Original-Publikation und unterliegt einer freien Lizenz, zum Beispiel einer Creative-Commons-Lizenz. Bevor eine Veröffentlichung erneut und dann im Open Access, publiziert wird, müssen die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. Es ist zu klären, ob Drittrechte, wie zum Beispiel für Fotos, Zitate oder Tonaufnahmen, zu beachten sind.

Rechtliche Hinweise

Bitte beachten Sie auch unsere allgemeinen rechtlichen Hinweise inkl. der Verweise zu weiterführenden Quellen sowie dem legal helpdesk von NFDI4Culture.

Die folgenden Hinweise beziehen sich explizit auf rechtliche Fragen im Rahmen des Publizierens im Open Access.

Autoren- /Urheberrechte und Verlagsverträge

Entsprechend des Urheberrechtsgesetzes verfügen Urheber*innen über das Recht zur Verwertung ihrer Werke.

Sie können als Urheber*in Dritten einfache oder ausschließliche (d. h. exklusive) Nutzungsrechte einräumen. Bei der Übertragung von „einfachen“ Nutzungsrechten bleibt Ihnen die vollständige Nutzung Ihres Werkes weiterhin erlaubt und Sie können in der Folge auch anderen Dritten die Nutzung erlauben. Sie hätten damit also zum Beispiel die Möglichkeit zur Zweitveröffentlichung ihrer Publikation. Wenn Sie in einer Open-Access-Zeitschrift publizieren, sollten Sie  möglichst nur einfache Nutzungsrechte an den Verlag abtreten. Verlage werden in aller Regel von Ihnen das ausschließliche, also exklusive Nutzungsrecht verlangen, wenn ein Werk veröffentlicht werden soll. Das kann auch für Repositorien-Betreiber*innen gelten. Die meisten Verlage geben, auf Verlangen, einige Rechte an die Autor*innen zurück. Oft handelt es sich um ein Recht auf Zweitveröffentlichung. Die Zweitveröffentlichung wird damit unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Diese Bedingungen sind von Verlag zu Verlag unterschiedlich eng gefasst.

Beim Abschluss eines Verlagsvertrags, in dem Sie ausschließliche Nutzungsrechte an den Verlag abtreten sollen, sollten Sie sich durch einen Anhang zum Vertrag das Recht zur Zweitveröffentlichung sichern.

Zweitveröffentlichungsrecht

Für nach dem 01.01.2014 veröffentlichte Werke gilt das Zweitveröffentlichungsrecht nach § 38 Abs. 4 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG). Es gibt Autor*innen unter sehr engen Voraussetzungen das unabdingbare Recht, ihre Beiträge über eine Zweitveröffentlichung im Open Access verfügbar zu machen.

Sie müssen jedoch drei Bedingungen erfüllen, um dieses Zweitveröffentlichungsrecht in Anspruch zu nehmen: 

  • Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Beitrag. 
  • Der Beitrag ist aus einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschungstätigkeit entstanden.
  • Der Beitrag ist in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung erschienen.

Darüber hinaus gibt es noch einige einschränkende Bestimmungen. 

Weitere Informationen, auch zu den Optionen für vor dem 01.01.2014 veröffentlichte Werke, finden Sie hier.

Autor*innenrechte, Urheberrechte und Verlagsverträge

Entsprechend des Urheberrechtsgesetzes verfügen Sie als Urheber*innen über das Recht zur Verwertung ihrer Werke.

Sie können als Urheber*in Dritten einfache oder ausschließliche (d. h. exklusive) Nutzungsrechte einräumen. Bei der Übertragung von „einfachen“ Nutzungsrechten bleibt Ihnen die vollständige Nutzung Ihres Werkes weiterhin erlaubt und Sie können in der Folge auch weiteren Dritten die Nutzung erlauben. Sie hätten damit also zum Beispiel die Möglichkeit zur Zweitveröffentlichung ihrer Publikation. Wenn Sie in einer Zeitschrift publizieren, sollten Sie möglichst nur einfache Nutzungsrechte an den Verlag abtreten. Verlage werden in aller Regel von Ihnen das ausschließliche, also exklusive Nutzungsrecht verlangen, wenn ein Werk veröffentlicht werden soll. Das kann auch für Repositorien-Betreiber*innen gelten. Die meisten Verlage geben aber auf Verlangen einige Rechte an die Autor*innen zurück. Oft handelt es sich dabei um das Recht auf Zweitveröffentlichung. Die Zweitveröffentlichung wird damit unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Diese Bedingungen sind von Verlag zu Verlag unterschiedlich eng gefasst. Zusätzlich gibt es das Zweitveröffentlichungsrecht, das Autor*innen in Anspruch nehmen können.
Beim Abschluss eines Verlagsvertrags, in dem Sie ausschließliche Nutzungsrechte an den Verlag abtreten, sollten Sie sich durch eine Zusatzvereinbarung das Recht zur Zweitveröffentlichung sichern. Weiterführende Informationen und Musterverträge finden Sie beim Projekt AuROA.

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